KGM Klarenthal

Die Evangelische Kirchengemeinde Klarenthal

ist noch nicht alt,

aber auch nicht mehr taufrisch und geht ihren Weg zwischen Tradition und Weiterentwicklung. Gegründet wurde die Gemeinde 1968 und im Jahr 1972 wurde das Gemeindezentrum in der Graf-von-Galen-Straße bezogen. Schon mit dem ersten Pfarrer, Walther Wenzel, kam es zu einer sehr guten ökumenischen Zusammenarbeit mit der katholischen Schwestergemeinde St. Klara, deren erster Pfarrer mit Nachnamen ganz ähnlich, nämlich Bernhard Welzel, hieß. Über Jahrzehnte hinweg gedieh ein schönes Miteinander, das auch zum Stadtteil hin ausstrahlte. Man feierte zusammen Fastnacht, es gab einen ökumenischen Chor und viele gemeinsame Veranstaltungen. Im evangelischen Klarenthal wurde die Kirchenmusik großgeschrieben, und man lebte in engem Miteinander mit der Kindertagesstätte. Auch sozialen Themen wie der Teestube Wiesbadens wandte man sich zu.

weiß: Die Zukunft kommt von vorn

Seit ca. zwei Jahren hat der Prozess „Evang. Kirche in Hessen und Nassau 2030“ Fahrt aufgenommen. Hier geht es darum, sinkende Mitgliederzahlen, knapper werdende Mittel und den fehlenden PfarrerInnen-Nachwuchs abzufedern. Dazu wird auf enge Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden gesetzt, die in Nachbarschaftsräumen zusammengefasst sind. Unserer umfasst sieben Gemeinden im westlichen Norden Wiesbadens. Die Konfirmandenarbeit z.B. betreiben wir seit drei Jahren bereits zusammen mit der Matthäusgemeinde.

… konnte schon immer gut mit der katholischen Schwester St. Klara, doch in Zukunft kann und will sie gar nicht mehr ohne sie

Die Ökumene in Klarenthal könnte im Laufe des nächsten Jahres eine neue Qualität erreichen. Dann nämlich, wenn das Gemeindezentrum der katholischen Gemeinde St. Klara wie geplant verkauft wird. Es ist vorgesehen und bereits vorbereitet, dass St. Klara dann zur gleichberechtigten Nutzerin des bisher Evangelischen Gemeindezentrums wird und damit ein gemeinsames „ökumenisches Gemeindezentrum Klarenthal“ entsteht. Das würde beide Gemeinden nicht nur finanziell für die nähere Zukunft stärken, sondern sie sicher auch dazu bringen, sich gegenseitig mit ihren Gaben, Fähigkeiten und menschlichen Talenten zu ergänzen.

… ist im Kern stabil, aber es braucht viel mehr Menschen, die sich für sie einsetzen

Unsere Gemeinde hat einen motivierten Kirchenvorstand, der sich den vielfältigen Aufgaben mit Freude und großem Engagement widmet. Unterstützt wird er dabei von einer ganzen Reihe weiterer Gemeindemitglieder, die gerne mit anpacken, wo immer Hilfe gebraucht wird. Ehrlicherweise müssen wir aber auch sagen, dass unsere Ehrenamtler nicht jünger werden und wir engagierten „Nachwuchs“ gut gebrauchen könnten. Unser Kita-Team leistet hervorragende Arbeit für den ganzen Stadtteil, die Gemeinde unterstützt diese Arbeit nach Kräften, nicht zuletzt durch eine Stiftung, deren Erträge in vollem Umfang der Kita zugutekommen. Unsere kulturellen Veranstaltungen sprechen ein breites Publikum auch außerhalb unserer Kirchengemeinde an. Dennoch würden wir gerne ein weiter gefächertes Angebot machen und noch mehr Menschen ansprechen. Aktuell gibt es neben einem gut geführten „Mittwochs-Miteinander“ - einem Kreis von vorwiegend Seniorinnen und Senioren - „nur“ noch Spielkreise für kleine Kinder und die Konfirmandenarbeit. Es wäre noch vieles an Angeboten möglich, wenn sich Frauen und Männer fänden, die z.B. musikalische und soziale Angebote entwickeln würden oder Ideen mitbrächten, an die (noch) niemand von uns denkt!