Pfarrer Alexander Liermann war lange Militärseelsorger bei der Bundeswehr und hat zwei Auslandseinsätze (Kosovo 2010 und Afghanistan 2017/18) begleitet. Er wird am 29. Januar einen Abend lang über seine Dienstzeit berichten, also darüber, was Pfarrer und Pfarrerinnen in unserer Armee tun, und wie er das Miteinander mit den Soldaten erlebt hat. Das wird ein bildgestützter Vortrag sein.
Nach einer Pause wird es darum gehen, worin wir als Christinnen und Christen die Aufgabe einer demokratisch geführten Armee heute sehen. Dazu wird die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in ihren Grundzügen vorgestellt. Die EKD hat darin unlängst ihre Haltung zur Androhung und Anwendung militärischer Gewalt neu bestimmt. Sie heißt: „Welt in Unordnung – gerechter Friede im Blick“.
Was vor 2021 (Abzug aus Afghanistan) permanent diskutiert wurde, waren die Auslandseinsätze. Heute wird über die Aufrüstung der Bundeswehr zu einer „kriegstüchtigen“ Streitmacht, für die früher undenkbare Summen bereitgestellt werden, in Gesellschaft und Kirche kaum noch gestritten. Neuerdings wird die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Betracht gezogen und die Frage nach einer europäischen Streitmacht gestellt…
Wo stehen wir heute und wo wollen wir hin?