Am Jagdschloss Niederwald war schließlich der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht. Von dort folgten wir zunächst ein Stück der „Großen Allee“, um dann in den Wald Richtung Aulhausen abzubiegen, wo wir uns erst einmal am Brunnen im Hof der ehemaligen Klosteranlage (heute Teil des St. Vincenz-Stifts, in dem Menschen mit Beeinträchtigungen leben, lernen und arbeiten) erfrischten.
Auch die Künstler, die die ehemalige Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert im Zuge ihrer Sanierung zwischen 2010 und 2015 völlig neu ausgestaltet haben, sind Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie bringen ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge ein und nutzen dabei eine Bildsprache, die nicht unseren gängigen Erfahrungen und Erwartungen entspricht. So nahmen wir uns erst einmal Zeit, in diesem besonderen Kirchenraum „anzukommen“, die vielfältigen Eindrücke auf uns wirken zu lassen und jede/r für sich einen Zugang zu finden, bevor wir uns in der Gruppe darüber austauschten. Anschließend las Pfr. Liermann aus der bereitliegenden Bibel in leichter Sprache die Pfingstgeschichte, wir sangen gemeinsam das Lied „Bewahre uns, Gott“ und sprachen uns gegenseitig den Segen zu. Ein Vaterunser schloss unseren Besuch in der Marienkirche Aulhausen ab.