Ökumenisches Gartengeflüster in Klarenthal

Gelungene Premiere eines neuen Veranstaltungsformats

Wochenlang herrschte Ungewissheit über diese neue ökumenische Veranstaltung, die per Plakaten an den Kirchentüren angekündigt wurde. Immerhin war es ein Experiment, das auf eine Idee von Gemeindereferentin Ute Trimpert zurückging.

Pfarrer Liermann und Dr. Rollig rührten in ihren Gemeinden tüchtig die Werbetrommel für diese neue Veranstaltung und es kamen 30 Christinnen und Christen aus beiden Gemeinden am Freitag, den 17. Juli um 19:30 Uhr in das evangelische- bald ökumenische - Gemeindezentrum. Und sie haben ihr Kommen nicht bereut.

Zunächst saß man dem Garten entsprechend auf Camping-Stühlen (diese reichen bald nicht aus, so dass normale Stühle aus dem Zentrum geholt wurden) auf dem heimeligen Plätzchen hinter der Teestube bei einem Gläschen Sekt oder Aperol Spritz zusammen, Gespräche kamen schnell in Fluss, denn „man kennt sich“ in Klarenthal, über die Konfessionsgrenzen hinweg.

Dann luden Ute Trimpert, Anette Ney und Pfarrer Liermann zu einem Spaziergang durch den Pfarrgarten oberhalb des Gemeindezentrums ein. Erster Treffpunkt war das beim letzten ökumenischen Sommerfest gepflanzte „ökumenische Apfelbäumchen“, das im ersten Jahr schon drei große Äpfel trägt. Anette Ney stellte den Apfel in den Mittelpunkt ihres geistlichen Impulses mit der besonderen Stellung des Apfels in der Bibel und seine vielen Deutungen.

Weiter ging es ein paar Schritte zu einem großen Distelstrauch, keine Nutzpflanze, aber sehr nützlich für die vielen Insekten. Ute Trimpert erzählte von dem Distelstrauch in ihrem elterlichen Garten und den damit verbundenen Erinnerungen.

Zum „heimeligen Plätzchen“ zurückgekehrt, gab es erst einmal ein paar leckere Häppchen zur Stärkung und Getränkenachschub, bevor Pfarrer Liermann aus der Bibel die Stellen vorlas, in denen der Garten Eden beschrieben wird und er in der Geschichte der ersten Menschen eine besondere Rolle spielt. Danach saßen die Besucher an dem lauen Sommerabend gemütlich bei guten Gesprächen zusammen, bis es einige Tropfen regnete und sich die Versammlung auflöste.

Insgesamt eine äußert gelungene Premiere dieses neuen Veranstaltungsformates, in dem der Garten des demnächst ökumenischen Gemeindezentrum eine wichtige Rolle spielt. Im nächsten Jahr wird es sicherlich eine Wiederauflage dieser Veranstaltung geben. Wir freuen uns schon darauf.

Dr. Wolfgang Rollig