Ein Abend mit Sarah Brendel

Was für ein Abend – im Nachhinein scheue ich mich nicht, ihn „magisch“ zu nennen. Verzaubert hat uns Sarah Brendel mit ihrer Musik, ihren Erzählungen, ihrer Ausstrahlung, ihrer Authentizität. Sie will nicht „unterhalten“, sie spricht uns an, hat ein Anliegen.

Indem sie uns von sich und ihrem nicht gerade einfachen Lebensweg erzählt, von Begegnungen und Schlüsselerlebnissen, schildert sie uns ihren Weg zu Gott und zu ihren Mitmenschen. Sie ermutigt uns, Vertrauen zu fassen und uns für das Besondere im Anderen, das wir oft nicht wahrnehmen, zu öffnen und auch dem äußerlich Unscheinbaren Bedeutung beizumessen. Hinschauen, zuhören, sich einfühlen – und man wird feststellen: „Das Kleinste ist nicht zu klein.“

So lautet der Titel ihres Buches, aus dem sie Abschnitte vorträgt und kommentiert. Dazu passende Musik bringt sie auf der Gitarre, zuweilen in Verbindung mit Mundharmonika, zu Gehör. Dies mit einer Stimme, die sanft und zart sein, aber sich mitunter bis zur „Rockröhre“ von erstaunlichem Volumen steigern kann.

Es war dies ein Abend, der wohl niemanden unberührt gelassen hat und noch viel Anlass zum Nachdenken bietet.

 

Eva-Maria Schröder